Soziale Vorsorge

Im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Wohnraum werden immer wieder Fälle bekannt, bei denen soziale Isolation und in der Folge defizitäre Alltagsorganisation zu Verwerfungen in Hausgemeinschaften führen oder aber unbemerkt bis zum medizinischen Notfall eskalieren.

In den meisten der bekannten Fälle haben sich die zugrundeliegenden Probleme über einen längeren Zeitraum angebahnt und verschärft. Das Umfeld hat wahrnehmbare Indikatoren nicht erkannt oder in ungeeigneter Form reagiert. Solche Indikatoren können z. B. schwere Krankheit oder Verlust des Angehörigen, unbezahlte Rechnungen, nicht geleerter Briefkasten, „Unsichtbarkeit“ für Nachbarn etc. sein.

Daher ist es sinnvoll, sozialer Isolation frühzeitig entgegenzuwirken, indem relevante Personengruppen (z.B. Beschäftigte der Wohnungsgenossenschaft, Handwerker und Installateure, Verkäufer im Wohnumfeld) zu möglichen Indikatoren sowie zu empfohlenen Interventionsmechanismen speziell geschult und gleichzeitig das Verantwortungsbewusstsein der Mieter für den Mitmenschen, z.B. über „Geschichten aus dem Alltag“ (Zeitungsbeiträge, Vorträge, Lesungen, …) gestärkt werden.

Neben einer solchen Sensibilisierung der Akteure im Wohnumfeld ist zugleich deren Vernetzung mit den potentiellen Unterstützungsstrukturen notwendig, um schnelle Hilfe im Bedarfsfall gewährleisten zu können.

Soziale Vorgsorge im Quartier

Ansprechpartner

Herr Ulrich Zimmermann, ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH